Abrechnung mit dem Winter

Endlich wieder Sonne. Und Temperaturen im zweistelligen Bereich, ohne ein Minus davor. So sah es zumindest hier heute aus. Und das Beste daran ist, dass es auch erstmal so bleiben soll. Für den Samstag sind sogar 20°C angesagt. Da schlägt das Radfahrerherz natürlich höher.

Apropos, damit ist es auch Zeit, endlich mit dem Winter abzurechnen. Aber das mache ich ganz persönlich. Nur die Abrechnung des Winterpokals mache ich öffentlich, hiermit:

winterpokal
Anmerkung: Die Grafik ist dynamisch, deswegen steht da die aktuelle Punktezahl und nicht die ursprüngliche. Hab ich aber erst ein Jahr später bemerkt.

Ich bin also der 122123-fitteste Biker im deutschen Sprachraum, oder so ähnlich. Nicht schlecht jedenfalls. Da bin ich schon ein bisschen stolz drauf. Und wenn man auf das Bild oben klickt, kann man im Diagramm auch genau sehen, wann ich Urlaub hatte, wann ich krank war und ab wann ich kein Radkurier mehr war.

Eine schöne und sonnige Woche noch.

Final Day

So, morgen letzter Radkurier-Tag meinereiner. Ich wünsche mir wenig Regen, wenig Kälte und wenig Briefe. Das wäre ein schöner Abschluss.

Damit dann die sieben Monate Schufterei nicht ganz umsonst waren, kündige ich hiermit schon mal was an. Ich habe mir nämlich vorgenommen, meine erlangten Erfahrungen mit der Welt zu teilen. Und zwar werde ich Tipps und Erfahrungsberichte zu von mir benutzten Fahrradteilen und Bekleidungsstücken verfassen. Weil ich nämlich festgestellt habe, dass in diversen Fachzeitschriften und anderen Medien wenig aussagekräftiges geschrieben wird. Das mag jetzt die meisten Besucher weniger interessieren, aber vielleicht erweitere ich so das Publikumsspektrum. Kann ja nicht schaden.

Grüße gehen an dieser Stelle an mein tapferes Fahrrad.

Gute Nacht.

PS: Gibt eine neue Umfrage. Sehr einfallslos, weiß ich. Die nächste gibt es dann wohl zu Ostern. Thema Kreuzigung, oder was da für ein Rambazamba damals war. Ich kenn mich da nicht aus.

Fernweh

Der erste Monat des Jahres ist rum. Habt ihr ja sicher auch schon bemerkt. Viel schlechter hätte das Jahr kaum beginnen können. Wobei, mit solchen Aussagen sollte man immer vorsichtig sein. Trotzdem, schön war es nicht. Nicht nur was das Wetter und die Straßenverhältnisse betrifft. Aber wo es bergab geht, geht es auch wieder irgendwann bergauf.

Und nicht nur der Januar ist überstanden, sondern auch ein halbes Jahr Radkurier-Dasein. Und ich habe das mal ausgerechnet, bisher habe ich in eben jener Funktion gut 5.900 Kilometer zurück gelegt. Das ist mehr als 17mal die Strecke Jena-Kempten. Luftlinie. Oder eben von hier bis zum Baikalsee, auch Luftlinie. Oder fast anderthalbmal nach Timbuktu. Schon schade, dass ich aber nur hier in der Stadt rumkurve. Obwohl es so viel schönere Ziele geben würde. Mag mich nicht jemand fürs Reisen bezahlen? Ein Euro pro Kilometer wäre schon mehr als ausreichend. Ich würde auch von überall Postkarten schicken. Und Andenken mitbringen. Und Eindrücke. Also immer her mit den Angeboten.

Wetteifer

winterpokal
Anmerkung: Die Grafik ist dynamisch, deswegen steht da die aktuelle Punktezahl und nicht die ursprüngliche. Hab ich aber erst ein Jahr später bemerkt.

Ich bin wieder drin. In den Top 100. Momentan sogar auf Platz 78, aber das ändert sich ja ständig. Die ganze Woche war ich immer kurz vor Platz 100. Das motiviert schon. Eigentlich müsste ich aber nur langsamer fahren, würde dadurch mehr Punkte abgreifen und mich besser platzieren. Aber mit diesem System komm ich halt nicht klar, weil ich kann nicht langsam fahren.

Wie auch immer, ich bin erstmal froh, zwei Tage nicht aufs Rad zu müssen. Weil nämlich, ich bin ganz schön fertig. Leer. Wie ein Loch. Ohne Inhalt. Muss auffüllen.

Fortschritt

Ich habe das Gefühl, dass es voran geht. Und zwar Richtung Frühling. So langsam fühle ich mich auch wieder wie ein Mensch. Diese Woche hatte immerhin zweieinhalb schöne Tage. Mit ein wenig Sonne, ein wenig Wärme (also kein Frost), kaum Niederschlag und ohne Sturz. Der halbe schöne Tag war heute. Denn gegen Mittag kam dann das Sturmtief, dessen Namen ich nicht kenne. Ich hatte auf Regenschauer spekuliert, aber das Ding hat einfach Schnee mitgebracht. Und ein paar Minuten später dann Eisregen. Und Sturm, klar, heißt ja schon so. Deswegen gab es dann diesen Radfahrer, der gegen den Sturm kämpfte, dem der Eisregen ins Gesicht peitschte und der lauthals fluchte. Hoffentlich hat den keiner gesehen, ist ja peinlich.

Und noch ein Hinweis auf den Fortschritt. Hier und da hört man Vögel singen. Das tut auch gut nach der winterlichen Stille. Manchmal hört man auch einen Hund bellen. Also nicht einen Hund, sondern den Hund. Ich habe sie nämlich seit drei Monaten nicht mehr gesehen. Das drückt schon aufs Herz. Nur einmal habe ich sie gehört. Aber da war ich so weit entfernt, dass ich sie noch nicht mal erspähen konnte. So sehr ich mich auch anstrengte. Bis heute. Heute hat sie wieder gebellt. Und ihr strahlend weißes Fell präsentiert. Aber ich war wieder auf der anderen Straßenseite. Verdammt, ist das tragisch.

PS: Nicht zu vergessen, weil auch ein deutlicher Hinweis. Es wird früh schon hell, wenn Richtung Arbeit aufbreche. Außer Samstags.

Steigerung II

Und wieder hat es mich heute hingehauen. Zum sechsten Mal in diesem Jahr schon. Zur Abwechslung aber diesmal bei voller Geschwindigkeit. Nur weil so eine Dame meinte, auf meiner Seite des Weges fahren zu müssen und ich deswegen ausweichen durfte. Ging aber nicht, wegen Glatteis. Aber ich hatte mal wieder Glück. Bis auf ein paar kleine, rote Flecken an Ellbogen und Knie, die sich in nächster Zeit blau färben werden (hab extra Uri Geller befragt für diese Vorhersage), ist nichts passiert.
Das bliebt hoffentlich so. Ich will mir ja nicht noch was brechen vorm Sonntag, gell.

Meldungen vom Glatteis

Gefrorener Boden und Regen vertragen sich nicht. Das steht fest. Deswegen gab es heut früh auch ungewöhnliche Szenen in der Stadt. Alle Fußgänger hielten sich auf den Straßen auf. Weil auf den Gehwegen das Laufen unmöglich war. Das Radfahren auch. Das habe ich dann auch gemerkt, als ich auf der Straße lag. Deswegen habe ich jetzt auch schon Wochenende und darf die Post von heute dann am Montag ausfahren.

Heißt aber auch, ich hätte locker zum MTV Unplugged der Sportfreunde fahren können. Was ich auch gern getan hätte. Sehr gern. Auch wenn ich die Idee, ein Unplugged in New York anzukündigen und das dann aber in München aufzuzeichnen, recht blöd finde. Aber ich wär trotzdem gern dabei gewesen. Und hätte sicher einige nette Menschen, wieder getroffen, wie das bei Sportfreunde-Konzerten eben so ist. Ich wäre auch einfach gern mal wieder auf einem Konzert. Und fein anziehen würde ich mich auch gern mal wieder. Und überhaupt. Aber sollte halt nicht sein. Ich seh schon wie sich der ein oder andere deshalb ins Fäustchen lacht. Verständlicherweise. Ich bin ja eh ein Arsch. Der immer rumstänkert. Und ein krankes Psychoschwein. Und so.

Falls mal jemand mit mir zu einem feinen Konzert gehen möchte, bitte melden. Danke und euch ein schönes Wochenende noch.

Aufgetaut

Heut Morgen Glatteis. Ganz schlimm. Und schlimmste Befürchtungen den Rest des Tages betreffend. Dann aber Tauwetter. Es ist ja so schön, nur noch an jeder zweiten oder dritten Kurve bzw. Ecke rumeiern zu müssen, aus Angst vor einem Sturz. Weil das Rumeiern ist nicht nur nervig, sondern auch sehr anstrengend. Und weil es heute auch zeitweise ohne ging und man mal wieder gescheit um die Kurven fahren konnte, war der Durchschnitt gleich mal um zwei km/h höher.

Aber noch besser, ich kann wieder duschen. Weil das warme Wasser wieder aufgetaut ist. Da ging eine ordentliche Schicht Dreck runter. Das freut ja nicht nur mich, sondern auch meine Mitmenschen. Hihihi.

Und wenn die Waschmaschine dann auch bald mal wieder aufgetaut ist, kann ich sogar meine Wäsche, die jetzt schon von allein steht, wieder waschen.

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