Happy New Cats

Send More Cats-Duo
Send More Cats-Duo
Letztes Wochenende begab ich mich nach Berlin, um meinen ersten Konzertbesuch des Jahres Zwanzigdreizehn zu zelebrieren. Inmitten der winterlichen Stadt, in der kleinen, feinen Junction Bar, luden die Send More Cats zum Livemusikhören ein. Besser gesagt die liebe Lysann und ihr Bruder spielten als Duo die feinen Send More Cats-Lieder, sowie einige Coverversionen bekannter und nicht so bekannter Songs. Das klang nicht nur wunderbar in den Ohren, sondern tat auch dem Herz und der Seele wohl. Neben Erinnerungen an alte Zeiten, als die Lysann und ich gemeinsam, zeitweise sogar direkt nebeneinander, die Schulbank drückten, kamen auch solche an das wunderbare Send More Cats-Konzert 2011 auf. Viel besser kann so ein Konzertjahr nicht beginnen.

Album des Jahres Zwanzigelf

Jahrescharts 2011
Jahrescharts 2011
Das Jahr ist bald Geschichte und es wird wieder Zeit, das Album des Jahres hier zu verkünden. Da es letztes Jahr so gut geklappt hatte, ziehe ich wieder meine Hörstatistik von last.fm als Entscheidungsträger heran.

  1. Teitur – Let the Dog Drive Home: Es steht in der Statistik zwar nicht oben, aber wenn man fair ist und die Counts des letzten Jahres hinzu zählt, auch in Anbetracht der Tatsache, dass das Album offiziell erst Anfang 2011 erschien, ergibt sich diese Platzierung. Völlig gerechtfertigt, denn es ist noch immer ein gern gehörtes und gehaltvolles Album. Dieses wird sicher noch sehr lange Zeit zu meinen Lieblingsalben zählen.
  2. Memphis – Here Comes A City: Dieses Album its so wunderbar simpel und randvoll mit schwer zu fassender Schönheit, dass ich es immer und immer wieder höre. So großartig. Wer es nicht kennt, hat mit Sicherheit etwas verpasst. Aber ich habe ja schon damals Bescheid gesagt.
  3. Clueso – An und für sich: Es überrascht mich schon, dass ich dieses Album so oft gehört habe. Es hat diesen Platz verdient, daran besteht kein Zweifel. Der Clueso ist zwar manchmal etwas schlicht, hat aber ein feines Werk erschaffen. Und eigenartigerweise habe ich immer auf dem Heimweg, wenn der Zug sich Erfurt näherte, ein großes Bedürfnis nach diesem Album verspürt.
  4. Death Cab for Cutie – Codes and Keys: Auch diese Platzierung ist überraschend. Es kam mir nicht so vor, dass ich dieses Album so oft gehört habe. Aber last.fm kennt mich eben besser. Und es war ja auch eines der sehr wenigen Konzerte, die ich dieses Jahr erlebt habe.
  5. Send more cats – , please.: Und dies war das andere Konzert, die grandiose Geburtsfeier des Albums. Das war etwas ganz besonderes. Sowas bleibt im Herzen.
  6. Foo Fighters – Wasting Light: Das beste Rockalbum der letzten Jahre. Und das von so alten Säcken wie den Foos. Das zeigt aber auch, wie kaputt die Rockmusik momentan ist. Die Jugend wird gnadenlos an die Wand gespielt und die Foo Fighters hauen einfach mal ein Hammeralbum raus. So kann’s auch gehen.
  7. Beatsteaks – Boombox: Hat mich nicht wirklich überzeugt, aber ich hab es zum Joggen wohl recht oft gehört. Hat mich bestimmt auch schneller gemacht, zumindest wenn ich vom Hund verfolgt wurde.
  8. Anna Aaron – Dogs in Spirit: Diese Stimme ist der pure Wahnsinn. Ich freue mich schon darauf, diese mal live hören zu dürfen. Sehr interessant auch der Ansatz, mit dem die junge Frau an dieses Album herangegangen ist.
  9. Boy – Mutual Friends: Aufsteiger des Jahres, ganz klar. Eine Entdeckung, die außer mir noch sehr viele andere Musikliebhaber gemacht haben. Und diese beiden Frauen haben es auch verdient mit ihrer Musik Aufmerksamkeit zu erhalten. Mal schauen wie das weiter geht.
  10. Heidi Happy – Hiding With the Wolves: Eher zufällig habe ich entdeckt, dass die bezaubernde Heidi Happy auch ein neues Album zur Welt gebracht hat. Und sehr schönes. Etwas weniger verspielt als die Vorgänger. Aber gerade dadurch ein Meisterwerk.
  11. Feist – Metals: Dieses Album ist schwierig. Etwas sperrig. Ziemlich kühl und irgendwie wie ein kühler Tag bei stürmischen Wetter unter freiem Himmel. Und deswegen so großartig.

Die anderen Alben sind älteren Ursprungs, aber deswegen nicht weniger gut. Und falls es jemanden interessiert, Coldplay sind auf Platz 37. Das Album ist sicher nicht schlecht, aber es hat mich nicht gepackt. Richtig schlecht sind aber Tim Bendzko und Lana Del Rey. Die Hypes des Jahres, die, wenn es denn Gerechtigkeit gibt, ganz schnell wieder verschwinden. Können beide nicht singen, so dass ihre trotzigen Versuche in meinen Ohren Schmerzen hervorrufen. Wobei die eine mit ihren aufgespritzten Lippen zumindest eine Erklärung für diesen Makel hätte. Meine Hoffnung besteht darin, dass spätestens beim Erscheinen des Debütalbums von Frau Del Rey auch der/die Letzte merkt, dass er/sie von Universal an der Nase herum geführt wurde.

Zum Abschluss noch was Schönes, gleichzeitig auch der Bogen von den neuen zu den alten Jahrescharts. Anna Aaron mit ihrer Version von „Use Somebody“.

Die Hauptstadt der Katzen

Sonnenuntergang vs Großstadt

Wie man unschwer erkennen kann, Berlin ist das Stichwort. Denn dort war ich letztes Wochenende. Bin über die Spree geschippert. Habe einen Flohmarkt besucht. Aber vor allem das Record Release-Konzert der wunderbaren Band Send More Cats miterleben dürfen.

Diese luden ein ins .hbc zur Zelebration anlässlich der Veröffentlichung ihres Debütalbums „, please.“ Also vollständiger Titel: „Send More Cats – , please.“ Und die Gäste erschienen zahlreich. Und ich bin absolut sicher, dass kein einziger seinen Besuch bereut hat.

Es gibt so ein paar Dinge, die ein großartiges Konzert ausmachen. Erstens muss natürlich die Musik und die Darbietung übermäßig gut sein. Daran bestand an diesem Abend aber kein Zweifel. Auch wenn man der Band ihre Aufregung ansah, bewirkte die Freude am Spielen schnell die nötige Lockerheit. Unterstützt wurde die Band vom wirklich fulminaten Blasmusik-Trio Lars Dieterich, Stefan Kapitzke und Andreas Dormann. Welche auch auf dem Album zu hören sind. Diese sorgten mit großer Spielfreude für wahre Begeisterungsstürme im Publikum und viel Freude, erkennbar am breiten Grinsen, bei den Mitmusikern. So steigerte man sich von einem Lied aufs andere und ich (und sicher nicht nur ich) hatte das Gefühl, dass da was ganz Großartiges passierte.
Zweiter Punkt, das Publikum. Aufmerksam soll es sein. Und dankbar für gute Unterhaltung. Klar, es gibt immer mal so Sachen wie zwei Freundinnen, die vom Aussehen des Bassisten ins Philosophieren über den eigenen Männergeschmack kommen. Aber wenn ein Lied bis zum allerletzten Ton umgeben von völliger Stille im Publikum ausklingen kann, dann geht mir persönlich sowas ganz nahe. Solche Momente gab es mehrmals an diesem Abend. Und dazwischen wieder wahre Begeisterungsstürme für die musikalische Darbietung. Mit Applaus, der von ganzem Herzen kam.
Und drittens das Zusammenspiel zwischen Musikern und Publikum. Der Austausch. Ich vermute ganz stark, dass es für einen Musiker nichts schöneres gibt, als ehrliche Anerkennung in Form von Applaus, Zuspruch, in welcher Form auch immer vermittelt, erhalten zu dürfen. Und ebenso freut es den Musikliebhaber, wenn man zuschauen kann, wie die Bewunderung bei den Musikern ankommt. Und sich beide Seiten gegenseitig bereichern. Und zwar mit einer Intensität, die ich so vorher noch nicht erlebt habe. Was für ein großartiger Abend. Ich bin wirklich dankbar dafür, dass ich dies erleben durfte.

Auch wenn ich jetzt wenig zur eigentlichen Musik geschrieben habe, der Albumkauf ist jedem ans Herz gelegt. Niemand wird es bereuen, ganz sicher. Erhältlich ist es digital z.B. bei iTunes oder hier als echte CD.

Hauptstadt des Frostes

Ich habe die letzten Tagen in Berlin verbracht. Dort war es, wenig überraschend, fast so kalt wie hier. Wobei die Kälte dann schon überraschend war. Denn ganz so kalt war es eigentlich nicht vorhergesagt.

In Berlin habe ich die zweite Weihnachtsfeier dieser Woche erlebt. Und dann das Touristenprogramm absolviert, inkl. Besuch des Pergamon-Museums. Was sehr schön war, nicht nur weil es da wärmer als draußen war. Aber in der Nacht gab es dann noch etwas schöneres, nämlich das Konzert der wunderbaren Band Send More Cats. Wunderfein war das. Und irgendwie mag ich Berlin.

Brandenburger Tor
Brandenburger Tor
Fernsehturm hinter altem Haus
Fernsehturm hinter altem Haus
Fernsehturm hinter anderem alten Haus
Fernsehturm hinter anderem alten Haus

Heute dann ein kurzer Spaziergang durch die frostige Landschaft. Wobei ich mich nach den Erlebnissen Anfang des Jahres (Stichworte Radkurier und Winter) durchaus mit diesem Wetter anfreunden kann. Auf jeden Fall viel mehr als mit Schneematschwetter. Wegen mir könnte das ruhige noch ne Weile so bleiben, aber ist ja bald Weihnachten.

Frostschnee
Frostschnee
Schneewehen im Wald
Schneewehen im Wald
Leuchtenburg im Frost
Leuchtenburg im Frost
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