Happy Kadaver-Tour

Nach der langen Fahrt in den schönen Osten blieb nur Zeit für eine kleine Tour, die auch noch vom einsetzenden Regen weiter verkürzt wurde. Was so gut begann, endete dann leider in Nässe, Schlamm und Blut. Langsam reicht es aber mit den Stürzen.

Insektenbiss durch den Handschuh
Insektenbiss durch den Handschuh
Wolkige Aussicht Richtung Jena
Wolkige Aussicht Richtung Jena
Wolkige Aussicht Richtung Leuchtenburg
Wolkige Aussicht Richtung Leuchtenburg
Walderdbeeren am Wegesrand
Walderdbeeren am Wegesrand

Die Leere im Kopf

Röntgenbilder
Vorgestern wurde ich mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Um die Auswirkungen meines Sturzes zu untersuchen. Zufälligerweise wurde dabei auch gleich die Ursache dieses Unfalls aufgedeckt. Mein Schädel ist nämlich hohl. Tja, damit hatte wohl niemand gerechnet. Glücklicherweise wurden aber ebenso endlich meine Wunden versorgt, wofür ich sehr dankbar bin.

Um das Ganze jetzt noch absonderlicher zu machen, habe ich meine Erinnerungen aus dem Schädel (oder wo auch immer die gelagert sind) geholt, und viele neue Artikel geschrieben. Weil es im April hier viel zu wenig zu lesen gab. Deswegen habe ich mich per Kraft meiner Gedanken in die Vergangenheit versetzt und meine Erlebnisse in Worte gefasst. Und weil mir langweilig ist und ich mich ärgere, dass ich mich bei dem schönen Wetter mit meinem Aussehen nicht unter Menschen trauen kann. Und alles nur wegen so ein bissl Hohlraum im Kopf.

Radfahrerlatein

Sturzfolgen
Fast fünfeinhalb Jahre nach meinem letzten richtigen Sturz hat es mich gestern wieder erwischt. Die Stürze während der Radkurierzeit waren zwar zahlreich, aber glücklicherweise immer mit glimpflichem Ausgang. Gestern aber hat es mich leider mit dem Gesicht auf den Asphalt gehauen. Das ist nicht nur schmerzhaft, es macht auch nicht schöner.

Aufgrund dessen begab ich mich heute zur nächstgelegenen Arztpraxis. Der einzigen, die ich bisher hier in Meerbusch wahrgenommen hatte, da sie auf direktem Weg Richtung Arbeit und Einkaufsmöglichkeit liegt. Allerdings hätte mir schon vorher bewusst sein müssen, dass die meisten Arztpraxen hier in der Millionärsstadt nur Fassade sind. Um unnütze und überteuerte „Behandlungen“ und „Therapien“ zur oberflächlichen Verzögerung der Alterungsprozesse an den privatversichten Mann oder dessen Frau zu bringen. Somit brachte mir der zweistündige Arztbesuch außer dieser Erkenntnis keine Vorteile. Man war noch nicht mal in der Lage, meine Zuvorkommenheit beim gewissenhaften Ausfüllen mehrerer Fragebögen mit der Reinigung meiner Wunden zu honorieren. So verließ ich mit unversorgten Wunden die Praxis, was diese, meine Wunden, im Laufe des restlichen Tages mit der Absonderung von reichlich Eiter quittierten.

Konsequenzen

Ich habe dieses Wochenende keine neuen Fotos gemacht, denn es war nicht so meins. Deswegen gibt es diesmal nur Bilder von den Auswirkungen eben jenes Wochenendes. Erstens am Jabba:


Zweitens am Danny:


Beides nicht schlimm. Und am Jabba sieht es heftiger aus als an mir. Aber das konnte man einfach wegwischen, bei mir wird das noch ein, zwei Tage dauern. Aber alles nicht so schlimm wie der verdammte Heuschnupfen. Am Dienstag soll es endlich wieder regnen. Apropos, ich finde ja das neue Death Cab for Cutie-Album klingt stellenweise wie der Spaziergang durch einen wildgewachsenen Wald im warmen Sommerregen. Einfach schön.

Steigerung II

Und wieder hat es mich heute hingehauen. Zum sechsten Mal in diesem Jahr schon. Zur Abwechslung aber diesmal bei voller Geschwindigkeit. Nur weil so eine Dame meinte, auf meiner Seite des Weges fahren zu müssen und ich deswegen ausweichen durfte. Ging aber nicht, wegen Glatteis. Aber ich hatte mal wieder Glück. Bis auf ein paar kleine, rote Flecken an Ellbogen und Knie, die sich in nächster Zeit blau färben werden (hab extra Uri Geller befragt für diese Vorhersage), ist nichts passiert.
Das bliebt hoffentlich so. Ich will mir ja nicht noch was brechen vorm Sonntag, gell.

Von Hitzeauswirkungen und Regenbremsen

Es ist heiß, sehr heiß. Und das Radfahren macht momentan keinen Spaß. Egal ob richtige Tour oder nur der kurze Weg in die Stadt, überall hat man mit den Folgen der Hitze zu kämpfen.

So sind die Straßen derzeit zwar erstaunlich leer, obwohl noch nicht einmal die Schulferien begonnen haben (glaube ich jedenfalls). Hängt vielleicht auch mit dem Benzinpreis zusammen. Denn dafür sind massenhaft Radfahrer unterwegs. Was ansich eine gute Sache ist. Nur sind eben auch viele unterwegs, die nicht so geübt sind. Die ihr Fahrrad nicht unter Kontrolle haben. Oder denen es Spaß macht, mir auf meiner Seite des Weges/der Straße entgegen zu fahren. Beim ersten Mal ging das gerade noch gut, das zweite Mal spürte ich mit voller Wucht am Unterarm. Danke auch.

Auf Tour über Stock und Stein ist kein so hohes Verkehrsaufkommen hinderlich. Dafür aber ganz andere Dinge. Den Namen des einen Problems habe ich jetzt endlich mal recherchiert, es sind die Regenbremsen. Diese Viecher sind überall und wahnsinnig aggressiv. Und sie werden immer schneller. Reichte es vor ein paar Jahren noch, mindestens 15 km/h zu fahren, halten die jetzt schon bis 20 km/h mit. Das Spiel läuft dann folgendermaßen ab. Wenn es irgendwo bergauf geht, sitzen die Viecher in Massen auf dem Boden und zwar in Fahrtrichtung. Sobald man an ihnen vorbei fährt, starten die und fliegen ihrem Opfer hinterher. Als ich dann gestern die Sonne im Rücken hatte, sah ich in meinem Schatten, dass mich ein riesiger Schwarm verfolgt. Sehr beängstigend. Und sobald man Geschwindigkeit verliert, ist man verloren. Dann schwirren die um einen rum und stechen zu. Vorzugsweise ins Gesicht. Gestern war es so schlimm, dass ich desöfteren laut geflucht habe, obwohl ich ja eigentlich ein sehr ruhiger Mensch bin. Aber diese Tiere sind wahrlich die Ausgeburt der Hölle.

Und wenn man dann so schnell wie möglich die Anstiege bewältigen muss, obwohl man die Hitze ja gar nicht verträgt und total am Ende ist, würde man ja auch gern mal eine Pause machen. Aber wie gesagt, die Viecher sind überall. Sobald man anhält und was zu essen aus dem Rucksack nimmt, wird man schon mindestens dreimal gestochen. Einen einzigen Platz hatte ich dann doch gefunden, um den geschundenen Körper ein wenig zu erholen. Diesen kann man auf den Bilder sehen. Leider hatte es da kein Netz, ich wollte aber telefonieren.

Teich
Teich
Teich im Wald
Teich im Wald

Bei der Pannenfrei-Statistik ist die 300km-Marke geknackt worden. Ich habe schon überlegt, mir das Profil der Reifen irgendwo auf den Körper tätowieren zu lassen. Habe mich gestern zur Probe mal vom Fahrrad geschmissen (mitten in die Brennnesseln) und danach hatte ich einen Abdruck auf den Rippen. Hurra. Fällt aber auch nicht weiter auf, wenn man verschwitzt, vom Staub paniert, von Brennnesseln verbrannt, zerkratzt, zerstochen und blutverschmiert nach Hause kommt.

Lieber Fahrradgott,

jetzt hör mir mal zu. Wenn ich sage: „Ich brauch mal wieder eine Tetanus-Impfung. Schmeiß ich mich mit dem Rad hin, dann bekomm ich die automatisch.“ dann ist das ein Scherz. Nicht ernst gemeint! Und was soll dann bitte diese Aktion? Super, jetzt muss ich echt zum Arzt. Musste das denn wirklich sein? Und vor allem, hätte nicht zumindest eine Hand heil bleiben können? Oder hätte das nicht Zeit gehabt, bis ich die alte Hose anhabe, damit die kaputt geht? Und wie soll ich jetzt eine lange Hose anziehen mit der Wunde? Es ist bald Winter! Das war echt eine saudumme Aktion. Da ist zumindest eine Entschuldigung fällig. Und ich werde nie wieder irgendwelche Scherze machen, die der werte Herr falsch verstehen könnte. Aua, das tut weh…

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