Die Seele des Sports

Folgende Sätze habe ich in einem Interview mit dem Fotografen Uli Wiesmeier gefunden. Gleichzeitig habe ich auch entdeckt, dass mich einige seiner Bilder schon sehr lange fasziniert haben, ohne zu wissen, dass diese von ihm sind. Aber darum soll es hier nicht gehen, sondern um dieses Thema:

Warum, glaubst du, hat sich die Outdoor-Sportszene teilweise so weit ins Extreme entwickelt?

Ich würde sagen, daran ist der Hersteller eines gewissen Zuckerwassers nicht unmaßgeblich beteiligt. Ich kenne drei ehemalige Red-Bull-Athleten, die jetzt im Rollstuhl sitzen. Die Jungs stehen alle unter einem extremen Druck, der gar nicht direkt ausgeübt wird. Keiner sagt dem Freerider: Ich will, dass du jetzt mit irgendwas dieses 50-Meter-Cliff runterspringst. Aber die meisten wollen eben auch mal einen Red-Bull-Helm tragen. Gerade die Jüngsten, die zur »Familie« gehören wollen, riskieren nicht selten Kopf und Kragen. Jemand wie der Red-Bull-Boss müsste einfach nur sagen: Ich will das gar nicht mehr sehen, diese lebensgefährlichen Geschichten, sondern ich will den Soul der Sportarten verkaufen. Das wäre mal eine Botschaft! Stattdessen gründet er die Stiftung »Wings for Life«, um damit die medizinische Forschungen zur Heilung von Querschnittslähmung zu fördern. Für mich grenzt das an Zynismus.

Eine gewisse Beteiligung an dieser Entwicklung kann man wirklich nicht bestreiten. Wobei meine Ansichten zur Seele meines Sportes vielleicht sehr begrenzt sind. Und ich da eben auch nur für meinen Sport sprechen kann. Ich verstehe es noch nicht mal, was es mit Mountain Biken zu tun haben soll, wenn man sich mit einem Lift auf einen Berg fahren lässt. Oder Sprungrampen in den Wald baut. Aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls noch ein Grund mehr dieses Zeugs unter keinen Umständen zu kaufen.

Beim irgendwie wichtigstem Sport der Welt ist die Einflussnahme Red Bulls zwar auch schon groß, aber glücklicherweise ohne oben genannte Konsequenzen für die Sportler. Wobei die Seele des Fußballs sicher auch drunter leidet. Und apropos Fußball, es gibt eine neue Umfrage zur WM. Wer überprüfen will, welche Mannschaft am besten zu seiner Definition der Seele des Fußballs passt, dem sei der Team-o-mat der NZZ wärmstens empfohlen. Bei mir sind die attraktivsten Mannschaften Südafrika, Argentinien und Dänemark. Muss wohl an den Trikotfarben liegen.

Nulllinie

Schlechte Nachrichten für die Statistikfreunde: Die Pannenstatistik muss leider wieder zurückgesetzt werden. Schuld war ein fetter Dorn, der sich in den Vorderreifen des Jabbas bohrte. Aber die Panne wurde schnell behoben und Ende der Woche steht in der Statistik wieder eine dreistellige Zahl. Ab morgen kommt nämlich auch die Sonne wieder zurück. Das ist erfreulich, denn heute war es verdammt kalt.

Andere Null, bei der Umfrage nach den beliebtesten Schweizer Produkten haben Lunik null Stimmen erhalten. Und DJ Bobo drei. Sachen gibt’s. Aber die Umfragen funktionieren wohl auch nicht so, wie sie sollten. Technisch gesehen. Deswegen gibt es jetzt eine Umfrage zur Funktion der Umfrage. Leider hab ich noch keine Alternative zum Umfrage-Plugin gefunden, aber vielleicht passiert ja noch ein Wunder. Oder jemand hat einen Tipp für mich.

Jahresbilanz 2009

So, ich habe mal wieder einen Fragenkatalog irgendwo gezockt. Der ist gar nicht so schlecht. Falls den auch jemand ausfüllen möchte, darf man dies gern tun. Weil ist ja nicht meiner.

Was hast Du 2009 zum ersten Mal getan?
Die Alpen überquert. Endlich.

Was hast Du 2009 nach langer Zeit wieder getan?
Pizza am Gardasee gegessen.

Was hast Du 2009 nie getan?
Im Meer gebadet.

Dein Wort des Jahres?
Transalp.

Hast Du zugenommen oder abgenommen?
Über das Jahr gesehen ganz sicher zu.

Deine Stadt des Jahres?
Jena, weil ich da fast jede Straße kannte.

Anzahl Alkoholexzesse?
Null.

Haare länger oder kürzer?
Schöner.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Die Augen haben sich nicht verändert, aber ich bin weitsichtiger.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Weil ich es mir verdient habe.

Höchste Handyrechnung?
Roaminggebühren für die Einträge hier von der Transalp. Heiliger Bimbam, hätte ich das vorher gewusst. Deswegen bitte nochmals alles hier nachlesen, damit diese Ausgaben nicht umsonst waren.

Krankenhausbesuche?
Nö. Nur teure Artbesuche immer kurz vor Quartalsende.

Verliebt?
Ich würde ja schreiben „Ins Jabba.“, aber das gehört ja zur Emma.

Getränk des Jahres?
Cistus-Tee.

Essen des Jahres?
Pasta nach Hüttenart.

Most called persons?
Beruflich kann ich das nicht sagen. Privat die Lisa, die niiiiiiiiie ans Telefon geht.

Die schönste Zeit verbracht mit?
Jabba.

Die meiste Zeit verbracht mit?
Mit mir? Vielleicht auch auf einem Fahrrad. Oder schlafend. Eins von beidem wird es sein.

Song des Jahres?
Gibt es keinen. Jedenfalls für mich nicht.

CD des Jahres?
Keine. Das war echt kein Musikjahr.

Buch des Jahres?
Mark Oliver Everett – Glückstage in der Hölle
Bitte kaufen und lesen und alle Eels-Alben hören. Das Buch ist auf Englisch sicher noch ein bissel besser.

Film des Jahres?
Ich war gar nicht im Kino, glaube ich. Wieso ist mir das bei der dritten Frage nicht eingefallen?

TV-Serie des Jahres?
Tatort, was anderes schau ich nicht.

Erkenntnis des Jahres?
Irgendwie geht es immer weiter.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Erfrorene Ohren, Graffiti auf dem Auto und Glatteisregen.

Nachbar des Jahres?
Nachtbar des Jahres?

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Jabba kaufen.

Schlimmstes Ereignis?
Fällt mir keines ein. Mit Abstand betrachtet sind schlimme Ereignisse doch nur Schlüssel für neue Türen.

Schönstes Ereignis?
Jenes, wo ich am stärksten Herzklopfen hatte.

2009 war mit einem Wort?
Veränderung.

In diesem Sinne, einen guten Start ins Zweitausendzehner euch allen. Man sieht sich da.

PS: Eine neue Umfrage gibt es nun auch wieder. Da kann man sich gern dran beteiligen.

Leere

Oh, ich habe ja letzte Woche gar nichts geschrieben. Schuld daran trägt mein momentaner Energie- und Zeitmangel. Dabei gäbe es schon einiges zu erzählen. Was das Curtis Stigers-Konzert betrifft, welches ich letzte Woche besucht habe, so wird dies noch nachgeholt.
Aber eben, wenn ich schon nichts schreibe, dann seid doch so frei und schreibt was an meine virtuelle Toilettenwand. Ganz egal was. Einfach hier klicken.

Wem trotzdem noch langweilig sein sollte, dem empfehle ich einen Besuch des Umfrage-Archivs. Da haben sich ganz seltsame Zahlen eingeschlichen, was die Prozentangaben betrifft. Keine Ahnung wieso, warum und wie man das wieder weg bekommt. Aber ich beende dann mal die Sportfreunde Unplugged-Umfrage, die ja doch eindeutiger ausgefallen ist, als alle Chartpositionen und Verkaufszahlen vermuten ließen. Und ich habe mir weder CD noch DVD zugelegt.

Haarige Werbung

Mit der Werbung im Internet ist das ja so eine Sache. Wenn man denn darauf angewiesen ist, will man natürlich keine unsinnige Werbung. Dann soll diese zum Inhalt eines Artikels passen. Dafür gibt es dann schlaue Programme, die sowas auswürfeln. Und was passt besser zu einer Rezension des neuen Eels-Album „Hombre Lobo“ (zu deutsch „Werwolf“) als Reklame für einen Rasierer? Eben!

Screenshot von motor.de
Screenshot von motor.de
Es gibt jetzt auch endlich eine neue Umfrage hier. Dabei geht es um das stromlose Album der Stillerbuben. Ich persönlich kenne das Album nicht. Weil mich dieses Unplugged-Gedöns noch nie wirklich interessiert hat. Ist ja eh nur gut platzierte Reklame. Womit wir wieder beim Thema wären.

Und noch was völlig anderes. Gibt es einen Ort, wo es momentan nicht so fürchterlich kalt ist? Bitte Bescheid geben, dann mach ich mich sofort auf den Weg.

Arbeitsverweigerung

Ich war am Tag der Arbeit nicht arbeiten, sondern habe der weißen Möhre und mir eine Schlammpackung verpasst. Weil das gut für die Haut sein soll.

Aber eigentlich wollte ich nur mal Bescheid geben, dass es hier endlich eine neue Umfrage gibt. Die ich mir ganz allein ausgedacht habe. Außer der Anna hat aber noch keiner abgestimmt, das grenzt dann schon an Arbeitsverweigerung.

Final Day

So, morgen letzter Radkurier-Tag meinereiner. Ich wünsche mir wenig Regen, wenig Kälte und wenig Briefe. Das wäre ein schöner Abschluss.

Damit dann die sieben Monate Schufterei nicht ganz umsonst waren, kündige ich hiermit schon mal was an. Ich habe mir nämlich vorgenommen, meine erlangten Erfahrungen mit der Welt zu teilen. Und zwar werde ich Tipps und Erfahrungsberichte zu von mir benutzten Fahrradteilen und Bekleidungsstücken verfassen. Weil ich nämlich festgestellt habe, dass in diversen Fachzeitschriften und anderen Medien wenig aussagekräftiges geschrieben wird. Das mag jetzt die meisten Besucher weniger interessieren, aber vielleicht erweitere ich so das Publikumsspektrum. Kann ja nicht schaden.

Grüße gehen an dieser Stelle an mein tapferes Fahrrad.

Gute Nacht.

PS: Gibt eine neue Umfrage. Sehr einfallslos, weiß ich. Die nächste gibt es dann wohl zu Ostern. Thema Kreuzigung, oder was da für ein Rambazamba damals war. Ich kenn mich da nicht aus.

Gute Laune-Zwang

Es gibt eine neue Umfrage hier. Zu einem ganz aktuellen Thema. Dazu mal eben folgendes:

Ich lief heute durch die Stadt. Freie Tage sind schön, aber das nur nebenbei. Was mir dabei auffiel, war die hohe Anzahl trübe dreinblickenden Gesichtern. So viele Menschen mit leerem Blick. Mit grauen Augen. Mit trägem Ausdruck. Fast nirgendwo ein Lächeln. Klar, das hängt sicher auch mit der Jahreszeit zusammen. Und dem Wetter. Aber mal ehrlich, kann es so viele miese Leben geben? Oder machen die meisten Menschen sich das Leben nur selber schwer? Obwohl oder gerade weil sie nicht wissen, wie gut es ihnen eigentlich geht. Weil man bei all dem Ärger über Kleinigkeiten den Blick auf das Ganze verloren hat. Oder noch nicht gefunden. Denn das Leben funktioniert genau andersrum. Man muss sich an den kleinen Dingen erfreuen können, um das große Ganze zu überstehen. Um überhaupt bewusst zu leben. Klingt abgedroschen, ist aber so. Finde ich. Kinder können das noch. Sich über jede Kleinigkeit freuen. Eine wunderbare Eigenschaft. Also muss diese Fähigkeit ja noch in jedem Menschen stecken. Versucht also bitte, diese nicht zu verlieren. Um euch nicht selbst das Leben schwer zu machen. Weil das Grau mit Farbe durchsetzt werden muss. Finde ich. Und bin damit hoffentlich nicht allein.

Lustig fand ich dann die Vorstellung, dass all die missmutigen Gesichter beim Fasching, so heißt das hier, plötzlich lustig sind. Freiwillig? Kann ich nicht einschätzen. Ich weiß nur, dass das Grau danach bald wieder auf diesen Menschen zu sehen sein wird.

Sportbilanz 2008

Hab ich ja letztes Jahr schon gemacht, so eine Bilanz. Aber die völlig falschen Schlüsse daraus gezogen, wie man hier nachlesen kann.

2008200720062003
Kilometer Rad7025236028814966
Kilometer Lauf69,531411049,2

Im ersten Halbjahr 2008 bin ich übrigens gerade mal knapp 1200 Kilometer geradelt. Ab 1.8. gab es dann aber Geld fürs Radfahren, das hat natürlich einiges geändert. Wie man sieht. An den Zahlen, an mir und an meinen Fahrrädern.
Mir fällt jetzt aber auch nichts ein, um diesen Artikel interessanter zu machen. Also versuch ich es gar nicht erst weiter, nech.

Achso, aber eine neue Umfrage habe ich mir einfallen lassen. Die Frage hat zwar damals niemand gewollt, aber egal. Bitte mal nachdenken und abstimmen. Und denkt dran, Gott sieht alles. Genau wie der Weihnachtsmann.

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