Radtour

1. Szene

Alles noch lustig. Ich komme oben auf dem Helenenstein an und werde von diesem Vogel begrüßt:

Pinguin am Helenenstein

2. Szene

Auf der Straße vor mir sitzt plötzlich ein Vogel. Ein echter. Ich sehe ihn erst sehr spät und dreh dann wieder um. Der kann ja da nicht sitzen bleiben, sonst fährt ihn das nächste Auto platt. Der Vogel sitzt da mit geschlossenen Augen, reckt den Schnabel in die Höhe und atmet ganz schnell. Das sieht nicht gesund aus. Aber ich weiß ja von meinem Wellensittich R.I.P., dass Vögel nicht schwitzen können. Und deswegen so die Temperatur ausgleichen müssen. Der Vogel reagiert aber nicht und bleibt so sitzen. Also heb ich den hoch und will ihn neben die Straße setzen. Der krallt sich aber mit aller Kraft im Asphalt fest. Und fliegt dann doch weg, etwas kraftlos, aber immerhin. Ich hoffe es geht dir gut, kleiner Vogel.

3. Szene

Ich quäle mich diesen Berg hoch. Schotterpiste auf einer Trasse durch den Wald, damals angelegt für die Erdgasleitung. Ich bin total am Ende, die Muskeln in den Beinen verkrampfen und alles schmerzt. Oben angekommen dann folgendes Bild:

Sonnenstrahlen

4. Szene

Ich weiß nicht mehr wo ich bin, obwohl ich die Wege blind abfahren könnte. Ich bin nur noch eine Maschine. Ich trete und trete völlig monoton in die Pedale, jeder Muskel schmerzt, ich habe absolut keine Energie mehr. Von außen habe ich wohl einen leeren Blick, von inne sehe ich alles nur noch verschwommen. Ich nehme nichts mehr richtig wahr. Mein Kopf ist total leer und wenn ich doch was denke, dann nur an den Hunger. Dabei bin ich gerade mal anderthalb Stunden unterwegs. Und werde noch mehr als eine Stunde so weiter fahren, weil ich im Zustand völliger geistiger Umnachtung den direkten Weg nach Hause nicht mehr folgen kann und irgendwo falsch abbiegen werde.

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