Bern von oben

Heute vor einer Woche konnte ich die schöne Bern-Stadt aus einer neuen Perspektive entdecken. Von oben, besser gesagt vom Münsterturm aus. Bei bestem Wetter boten sich von dort sehr schöne Ausblicke auf die Bern und Umgebung. Überhaupt war es ein wunderbarer Stadtspaziergang, wie man auf den Fotos hoffentlich sehen kann. Sogar Bären und Bernhardiner konnte… » Galerie anschauen

Schweizer Frühlingsboten

In den letzten Tagen ist der Frühling und lieber Besuch hier angekommen. Beste Gelegenheit für eine Erkundungstour durch Bern am herrlichen Freitagabend.

Da steht ein Lama vor der Wohnung.
Da steht ein Lama vor der Wohnung.
Blick hinauf zum Bundeshaus.
Blick hinauf zum Bundeshaus.
Exiltibeter gedenken dem Volksaufstand von 1959.
Exiltibeter gedenken dem Volksaufstand von 1959.
Blick auf die alte Schoggi-Fabrik.
Blick auf die alte Schoggi-Fabrik.
Sonne im Münsterturm.
Sonne im Münsterturm.
Münster in der Abendsonne und Vollmond.
Münster in der Abendsonne und Vollmond.

Und am Samstag haben wir dann den Frühling in Thun gesucht und gefunden. Mit Sonnenschein, vielen Frühblühern und warmer Luft hat er sich bemerkbar gemacht. Mit Bergen, See und Schweiz rundherum kann der Frühling auch kaum schöner sein.

Aareabfluss vom Thunersee.
Aareabfluss vom Thunersee.
Märzenbecher, Märzenbecher und noch mehr Märzenbecher.
Märzenbecher, Märzenbecher und noch mehr Märzenbecher.
Frühling im Schadau Park.
Frühling im Schadau Park.
Aussicht am Schloss Schadau.
Aussicht am Schloss Schadau.
Das Schloss Schadau.
Das Schloss Schadau.
Ein Schiff auf dem Thunersee.
Ein Schiff auf dem Thunersee.
Schloss Thun von unten.
Schloss Thun von unten.
Ausblick mit Katze.
Ausblick mit Katze.
Osterglocken mit Katze.
Osterglocken mit Katze.

Über den Wolken, auf dem Gurten.

Ich bin noch immer total fasziniert davon, wie magisch es ist, auf den Gurten zu steigen und damit dem Nebel zu entfliehen. Wenn man schon merkt, wie die Sonne von oben drückt. Und wie wunderschön es ist, wenn die ersten Strahlen durch den Nebel scheinen. Und dann diese grandiose Aussicht auf die Bergriesen am Horizont.… » Galerie anschauen

Zweiundzwanzigmal Sportfreunde

Man mag es kaum glauben, aber fast drei Jahre sind schon vergangen, seit meinem letzten Sportfreunde-Konzert. Damals noch im versnobten Düsseldorf und die Erinnerungen daran sind nicht wirklich positiv. Es wurde Zeit, dies endlich aufzuarbeiten. Und nach meinem Umzug ins wunderbare Bern bot sich dazu natürlich das Konzert im Bierhübeli an. Und auch wenn das Konzert so typisch für Bern eher ruhig und gemütlich ablief, so war es doch ein schönes und hinterlässt im Gegensatz zum Auftritt in Düsseldorf viel schönere Erinnerungen. Mehr zu diesem Ereignis kann und sollte man bei Mainstage nachlesen.

Sportfreunde Stiller | 13.01.2017 | Bierhübeli, Bern

Start ins Zwanzigsiebzehn

Es wird dringend Zeit für ein Lebenszeichen von mir an dieser Stelle. Denn die Seite lag zu lang brach. Es ist viel passiert seit den Touren in den Alpen. Ich bin weg aus Düsseldorf und in die Schweiz ausgewandert. Und kann die hohen Berge nun von meiner Wohnung aus sehen. Zwar waren die letzten Wochen sehr stressig, aber das war es allemal wert.

Der untere Waldrand mit Frostüberzug.
Der untere Waldrand mit Frostüberzug.
Langsam ist die Sonne zu erahnen.
Langsam ist die Sonne zu erahnen.
Die Sonne bricht durch.
Die Sonne bricht durch.
Ein Sonnenstrahl im frostigen Wald.
Ein Sonnenstrahl im frostigen Wald.
Ausblick vom Gurtenturm auf Nebel und Bergpanorama.
Ausblick vom Gurtenturm auf Nebel und Bergpanorama.
Ausblick vom Gurtenturm Richtung Westen.
Ausblick vom Gurtenturm Richtung Westen.
Im Gurtendörfli wieder vom Nebel verschluckt.
Im Gurtendörfli wieder vom Nebel verschluckt.
Kälbchen im Gurtendörfli.
Kälbchen im Gurtendörfli.
Lichtspiele mit frostigen Pflanzen.
Lichtspiele mit frostigen Pflanzen.
Die letzten Sonnenstrahlen.
Die letzten Sonnenstrahlen.

Die ersten Tagen hier in der neuen Heimat konnte man den Ausblick allerdings noch nicht genießen. Es war nebelig, tagelang. Deswegen führte die erste Wanderung des neuen Jahres hinauf auf den Gurten. Die gesamte Umgebung war überzogen von einer dicken Schicht aus Eiskristallen, die Nebel und Frost in winterlicher Zusammenarbeit produziert hatten. Aber je höher man kam, umso mehr spürte man die Sonne über dem Nebel. Und irgendwann brach sie tatsächlich durch und wir spazierten unter blauem Himmel auf dem Gurten entlang. Und genossen das großartige Panorama. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei und die Bilder stammen alle aus dem iPhone. Aber beeindruckend sind sie trotzdem. Viel schöner hätte sich der Gurten kaum präsentieren können. Und auf dem Weg hinunter in den Nebel entdeckten wir sogar hier und da ein paar Kühe.

Berner Lebensart

Habe ich schon mal erwähnt, dass Bern die wunderbarste Hauptstadt der Welt ist? Wenn nicht, dann ist das hiermit nachgeholt.

Die Tage in Bern waren wirklich schön und haben mir richtig gut getan. Nicht nur, aber auch weil dort so liebe Menschen sind. Und auch, weil ich mich dort so wohl fühle. Und so habe ich wieder meine Vorräte an Gelassenheit auftanken können. Neue Eindrücke wurden auch gewonnen. Nicht nur in musikalischer Hinsicht. Wir konnten ja nicht nur Lunik live erleben, sondern auch Minor Majority. Die Konzertberichte zu diesen Veranstaltungen findet man wie immer hier. Weiterlesen Berner Lebensart

Schafweide Schweiz

Ich sehe dies alles ja nur als interessierter Außenstehender und mir fehlt ganz sicher viel Wissen über Hintergründe und Zusammenhänge. Nur um dies vornweg zu schicken.

Ich sah vor kurzem eine Doku über die Krawalle in Bern am 6.10.07 auf 3Sat. Eine sehr gute, weil neutrale Dokumentation, zumindest in meinen Augen. Und eines ist klar, die Zerstörungen und Gewalt durch die sogenannten Chaoten sind zu verurteilen. Besonders die Bilder vom Bundesplatz fand ich sehr beängstigend, als scheinbar grundlos auch Außenstehende angegriffen wurden. Diese Aktionen waren nicht nur unsinnig, sondern auch absolut kontraproduktiv für den Widerstand gegen die SVP. Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass diese Aktionen einen echten politischen Hintergrund haben. Dafür spricht auch, dass viele festgenommene Randalierer minderjährig waren. Es gibt wohl mittlerweile eine regelrechte Gewaltkultur, die aus der Globalisierungskritik entstand. Und so sind solche Krawalle für einige Jugendliche ein ähnlich aufregendes Event wie für andere ein Rockfestival oder so. Das ist krank und falsch, hat aber wenig mit Politik zu tun.

Was bei all dem leider untergeht, ist der friedliche Protest gegen die SVP. Diese wird in der Schweizer Medien, soweit ich es gesehen und gelesen habe, entweder gar nicht oder nur am Rand erwähnt. Dafür zitiert man aber immer wieder das Recht auf freie Meinungsäußerung uws. Da stellt sich mir aber die Frage, wieso wurde dann die Gegenveranstaltung im Vorfeld verboten? Dazu habe ich bis heute leider keine Aussage gefunden.

Mal ein kurzer Einwurf, eine Geschichte von hier, aus Jena. Die NPD wollte hier im August ihr „Fest der Völker“ veranstalten. Was man ihr (leider) nicht verbieten konnte. Aber es wurde dagegen protestiert, und zwar nicht nur von ein paar wenigen, sondern alle Bürgerschichten haben sich daran beteiligt. Politiker aller restlichen Parteien waren dabei und der Widerstand wurde auch nicht nur von der politisch linken Ecke organisiert. Und war ein voller Erfolg. Es waren mehr als zehnmal so viele Gegendemonstranten wie Rechtsradikale in der Stadt und haben diesen eindeutig zu verstehen gegeben, dass sie hier unerwünscht sind. Viele Neonazis mussten schon an der Autobahnabfahrt wieder kehrt machen und wurden erst gar nicht in die Stadt gelassen. Natürlich bildet Jena damit schon eine Ausnahme im Osten Deutschlands, diese hat man sich auch jahrelang hart erarbeitet, während woanders zu schnell aufgegeben wurde.

Aber mal was Grundsätzliches, es ist schon selbstverständlich, dass man der SVP das Recht zur Veranstaltung einer Demonstration usw. einräumen muss. Aber wenn ich dann sehe, dass die stärkste Partei der Schweiz ganz offen zusammen mit Neonazis demostriert und die Teilnehmer der Demo dies noch gut heißen (bis auf die Spitzenpolitiker, die sowas natürlich nicht öffentlich eingestehen würden), dann läuft es mir schon kalt den Rücken runter. Bei aller Liebe zum demokratischen Dialog, aber muss man sich nicht die Frage stellen, ob sowas sein darf? Und auch was für ein Bild so etwas (und nicht etwa die Krawalle) im Ausland entstehen lässt? Ist dies in der Schweizer Bevölkerung wirklich soweit respektiert oder hat keiner das Rückrat gegen so etwas seine Stimme zu erheben? Wieso finden die Ideen der SVP überhaupt so viel Anklang?
Beim letzten Punkt kommen mir dann Worte von Max Frisch in den Sinn, die ich erst vor kurzem gelesen habe. Die dieser bereits um 1954 geschrieben hat, die aber noch immer aktuell sind. Sinngemäß geht es darum, dass die Schweiz sich nur über ihre Vergangenheit definiert. Man hat Angst vor der Zukunft, weil man für die Schweiz als Land keine Zukunft sehen kann. Man lebt lieber in der Vergangenheit, als sich mit der Zukunft zu beschäftigen. Dabei muss die Schweiz ja keine Angst vor der Zukunft haben, sie ist ja beispielsweise eines der wenigen Länder, die von der Globalisierung profitiert haben. Aber davor scheint man die Augen verschließen zu wollen. Wo sind die Visionen, die Zukunftspläne, was will die Schweiz erreichen? Außer am Bestehenden festhalten. Hat man der SVP jemals diese Fragen gestellt?

search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close