Faszination Radsport

Ich habe mich diese Woche ausnahmsweise mal wieder etwas mit dem Straßenradsport beschäftigt. Zum einen durch Konsum von Fernsehbildern. Am Donnerstag machte die Tour de Suisse wieder Station in Malbun, was ich mir nach der Arbeit nicht entgehen lassen wollte. Um Erinnerungen an diese Gegend aufzufrischen. Schöne Erinnerungen. Der Sport selbst war uninteressant. Und heute… » Galerie anschauen

Heldentag

Also wenn sich dieses Gerücht wirklich bestätigt, wäre das sehr begrüßenswert. Einige Fahrer planen wohl am Sonntag einen Meter vorm dem Zielstrich vorzeitig die Tour de France zu beenden. Das wäre mal ein deutliches Zeichen, dass man es mit dem Kampf gegen das Doping ernst meint. Wer auch sich an dieser Aktion, sollte sie wirklich zustande kommen, beteiligt, für mich wären diese Fahrer die Helden der Tour 2007.
Die anderen Fahrer können sich ja gern in ihrer scheinheiligen Welt zu gewonnenen Trikots oder Platzierungen gratulieren lassen. Solange sie noch die Gelegenheit dazu haben.

Tour ohne Sieger

Laut aktuellen Meldungen steigt Rasmussen aus der Tour aus. Ändern tut das an der Tatsache, dass man ein dreckiges gelbes Trikot hat, aber überhaupt nichts. Vielleicht sollte man die Tour zwar zu Ende fahren, aber die Siegerehrung streichen. Denn eine Ehrung hat keiner der Fahrer verdient, die im Moment im Gesamtklassement vorn sind. Die Tour stirbt, hoffentlich entsteht aus den Trümmern ein neuer Radsport.

Königsetappe ohne Sieger

Nachdem sich die Tour de France am gestrigen Ruhetag endlich des Astana-Problems entledigen konnte, startete die heutige Königsetappe mit einiger Verzögerung. Einige Fahrer, die für einen glaubwürdigen Radsport eintreten wollen, blieben demonstrativ an der Startlinie stehen und ließen das gelbe Trikot und Konsorten allein starten. Um ein Zeichen zu setzen.

Die Etappe verlief dann bis zum letzten Anstieg relativ normal. Am Anstieg zum Col d’Aubisque holte die Gruppe des im Gesamtklassement führenden Quartetts unter anderem den bis dahin tapfer kämpfenden Carlos Sastre vom CSC-Team ein und flog dem Ziel entgegen. Kurz vor Etappenende geschah es dann. Hunderte Radsportfans blockierten die Straße und ließen weder Fahrer noch Begleitfahrzeuge durch. Man hatte einfach genug von diesem surrealen Schauspiel, man wollte so wie die Fahrer am Morgen ein Zeichen setzen. Man wollte nicht mehr den Fahrern zujubeln, deren Leistungen ohne medizinische Hilfsmittel nicht erklärbar ist. Denn die wahren Helden dieser Tour befanden sich weit abgeschlagen im Gruppetto. Fahrer denen man nach der Etappe deutlich ihre Qualen ansehen würde. Die Etappe wurde daraufhin annulliert, aber keiner dieser Fahrer beklagt sich, dass er die vielen Kilometer umsonst gefahren wäre.

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