Ein Sonntagabend in den Bergen

Ein Esel ist draußen, der andere schaut schon aus dem Stall heraus.
Ein Esel ist draußen, der andere schaut schon aus dem Stall heraus.
Der lächelnde Esel.
Der lächelnde Esel.

Gestern zog es mich mal wieder Richtung Riggisberg, die Esel besuchen. Dort stand einer der Esel auf der Weide als ich ankam und es dauerte nicht lange, bis die anderen beiden auch aus dem Stall kamen. Ein paar Minuten später wurde ich belagert und angebettelt. Ich nutze die Pause neben der Eselfotographie für die weitere Tourplanung, denn eine Plan hatte ich mir nicht gemacht. Und da die Berge einladend aussahen und meine Beine sich noch gut anfühlten, machte ich mich auf Richtung Gurnigel. Dorthin, wo Anfang April noch meterhoher Schnee lag. Mit über 2’000 Höhenmetern in den Beinen, die mittlerweile nicht mehr so frisch, dafür von Krämpfen durchzogen, waren, kam ich oben an. Und konnte die Strapazen mit einer wunderschönen Aussicht im warmen Abendsonnenlicht ausgleichen. Aber nur unter Zeitdruck, denn irgendwie musste ich bis Sonnenuntergang den nächsten Bahnhof erreichen. Was mir dann auch knapp noch gelang.

Der Gantrisch in der Abendsonne.
Der Gantrisch in der Abendsonne.
Abfahrt der untergehenden Sonne entgegen.
Abfahrt der untergehenden Sonne entgegen.

Das erste Frühlingswochenende das Jahres.

Viel zu lange hat es gedauert, bis der Frühling endlich seine Weg hierher gefunden hat. Erst jetzt sind die Temperaturen gestiegen und das Wochenende konnte für die ersten Frühlingstouren des Jahres genutzt werden.

Der Luftikus auf dem Ulmizberg.
Der Luftikus auf dem Ulmizberg.

Am Samstag waren die Beine noch müde und schwer vom Nada Surf-Konzert, deswegen ging es nur auf eine kurze Tour. Höhenmetern sammeln am Ulmizberg und Gurten.

Heute versuchte ich mich wieder am Gurnigelpass. Den wollte ich vor gut einem Jahr bereits bezwingen, musste damals aber aufgeben, weil die Kraft nicht reichte. Auch diesmal war es ein harter Kampf und eine echte Quälerei, aber mit besserem Ende.

Der Esel in Riggisberg genießt die Wärme.
Der Esel in Riggisberg genießt die Wärme.
Die Esel mit Nachwuchs und Aussicht auf die Berge.
Die Esel mit Nachwuchs und Aussicht auf die Berge.

Zunächst fuhr ich aber Richtung Riggisberg, wo ich vor fast genau einem Jahr die Esel zum ersten Mal traf. Und Überraschung, sie haben Nachwuchs und sind jetzt zu dritt.

Die Bikestrecke ist noch tief verschneit.
Die Bikestrecke ist noch tief verschneit.

Je höher es hinauf ging und je näher der Gurnigelpass kam, desto mehr verschwand die warme Frühlingsluft. Oben lag der Schnee noch meterhoch.

Aussicht auf den Gantrisch mit viel Schnee.
Aussicht auf den Gantrisch mit viel Schnee.

Nach der Abfahrt und der damit verbundenen Vernichtung der hart erkämpften Höhenmetern wurde die Luft aber wieder wärmer und der Schnee war nur noch eine Erinnerung.

Die Gantrisch Königsroute (Extended Version).

Im Gantrisch-Gebiet gibt es eine offiziell ausgewiesene Königsroute (Weitere Infos). Einen Teil davon bin ich im April schon gefahren, allerdings in die falsche Richtung. So wurde aus dem flowigen Trail damals ein elendiger Anstieg. Deswegen war der Plan, diesen Trail irgendwann auch in die richtige Richtung zufahren.

Da das Gantrisch-Gebiet von hier aus in Sichtweite liegt, habe ich die Königsroute erweitert und bin an der Haustür gestartet. Zwar wusste ich, dass die 2’000 Höhenmeter und 80 Kilometer hart werden würden. Aber dass ich fünfeinhalb Stunden durchtreten musste, um noch vor Sonnenuntergang daheim anzukommen, war so nicht geplant. Bei der ersten Rast auf dem Ulmizer war aber die Welt noch in Ordnung.

Blick vom Ulmiz mit den Gantrisch-Bergen am Horizont.
Blick vom Ulmiz mit den Gantrisch-Bergen am Horizont.

Unterwegs traf ich in Riggisberg einen alten Bekannten. Wobei das Eselchen bei der letzten Begegnung noch längere Haare hatte. Aber an seiner Glocke war er gut zu erkennen.

Das Eselchen bei Riggisberg.
Das Eselchen bei Riggisberg.

Nach gefühlt endloser Kletterei hatte ich irgendwann die maximale Höhe von gut 1’600 Metern erreicht und war mittendrin in der Bergwelt. Der Anstieg verlief nur durch Wald, so war es durchaus befriedigend, irgendwann den Wald zu verlassen und endlich die Aussicht auf die Berge genießen zu können.

Der Ausblick am Gantrisch mit Blumen verziert.
Der Ausblick am Gantrisch mit Blumen verziert.
Das Bison wartet auf den Start am Trail.
Das Bison wartet auf den Start am Trail.

Der Trail Richtung zur Unteri Hällstett war dann viel zu schnell vorbei. Gefühlt zumindest. Wobei das aber auch etwas Gutes hatte, denn die Zeit drängte, die Sonne würde bald verschwinden und der Heimweg war noch lang.

Panorama Unteri Hällstett
Panorama Unteri Hällstett

Nur wurde der Heimweg schwieriger als gedacht. Ein kleiner Sturz führte dazu, dass ich nicht mehr alle Gänge schalten konnte. Für eine Reparatur war aber keine Zeit. Zudem waren die Trinkvorräte aufgebraucht. So quetschte ich auf den 35 Kilometern nach Hause meinen Körper aus, tankte Wasser am Brunnen und kam ohne Kraft, aber mit den letzten Sonnenstrahlen daheim an. Beim nächsten Mal fahr ich wohl besser ein bitzli früher los. Und schmeiss das Bison besser nicht mehr um.

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