Herr B. und sein Leben

Der Rengglipass (1879m).

Die Bezwingung des Rengglipasses.


Gestern war Premiere, das Bison und ich haben allein unseren ersten Pass in der neuen Heimat bezwungen. Und das war sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Denn den Rengglipass (1879 Meter hoch, das ist Einsteins Geburtsjahr) kann man nicht komplett fahren. Nach dem Anstieg hinauf nach Aeschiried, der Fahrt durch das wunderbar idyllische Suldtal und dem Anstieg bis zur Mittelberg-Alm war Bisontragen angesagt. 300 Höhenmeter mussten mit Bike auf dem Rücken bewältigt werden. In der Tourbeschreibung wurde dies als happige Tragepassage bezeichnet. Nicht erwähnt wurde, welch nahezu unmenschliche Kraft aufgewendet werden muss, um kniehohe Stufen mit Bison und Rucksack auf dem Rücken zu erklimmen. Selten habe ich mich so schwach gefühlt. Vielleicht liegt es aber auch nur am Fitnesszustand meinerseits. Dafür gab es oben einen wunderbaren Ausblick. Und herrliche Ruhe, denn außer mir war so spät niemand oben am Pass. Die Abfahrt hinab nach Interlaken verlief meist auf einem Trail, teilweise sehr fordernd und von mir nur schiebend zu bewältigen, teilweise aber auch sehr fein zu fahren. Gegen halb sieben war ich dann in Interlaken, von wo es mit dem Zug zunächst nach Thun, dem Start der Tour, und dann weiter nach Hause ging. Ein sehr schöner Ausflug, trotz der happigen Tragepassage.

Fast noch besser als die Strava-Relive-Videos. Meine gestrige Tour im Überblick. 😂#Rengglipass #relive

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PS: Ich habe es endlich geschafft, die Erinnerungen der letzten Wochen in Artikel zu packen. Siehe die drei vorherigen Artikel. Plus den Konzertbericht von The Builders and The Butchers in München drüben bei der Mainstage.

An der Bergstation Niesen.

Pfingstausflug auf den Niesen

Bei kühlem und wechselhaften Wetter machten wir am Pfingstsonntag einen Ausflug auf den Niesen. Im Regen stiegen wir von der Mittelstation hinauf. Zum Glück riss die Bewölkung danach auf und beim Abstieg konnten wir schöne Ausblicke Richtung Thun und hinab ins Kandertal genießen. Um nach einer langen Wanderung wieder im Regen am Fuß des Niesen… » Galerie anschauen

Das Jabba unterwegs.

Acht Jahre Jabba


Acht Jahre alt ist das Jabba nun schon. Für ein Bike ein fortgeschrittenes Alter. Deswegen befindet es sich im Vorruhestand in der Thüringer Heimat. Und ein paar Tage nach seinem Geburtstag hatte ich die Gelegenheit, es aus dem Vorruhestand zu holen und zusammen eine Tour zu den so oft von uns besuchten Orten zu unternehmen. Zuerst haben wir natürlich die Wuschelkühe gesucht und gefunden. Leider relativ weit weg, die hielten sich lieber in der Nähe vom Bach auf. Über den Hornissenberg und durch die Suppiche endete die Tour bei sommerliche Hitze auf dem Helenenstein, mit einem der besten Ausblicke auf die alte Heimat.

Nach 10 Jahren zurück auf dem Immergut.

Ist echt schön hier in Neustrelitz, kannste nüscht sagen.

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Nach 10 Jahren war ich wieder im beschaulicher Neustrelitz. Zum Immergut-Festival, welches zu seinem 18. Geburtstag ein paar von mir heiß geliebte Bands eingeladen hatte. Deswegen nahm ich den mittlerweile recht weiten Weg bis ins Wolfsland Brandenburg auf mich.

Die Älteren werden sich vielleicht erinnern, vor 10 Jahren hatte ich eine Immergut-Top Ten-Liste erstellt. Die Nummer Eins damals ist die Gleiche wie 2017, nämlich die Shout Out Louds. Heiliger Bimbam, war das Konzert. Das Gefühl, wenn alle hüpfen und plötzlich der Boden unter den Füßen verschwunden ist, werde ich so schnell nicht wieder vergessen. Es ist nämlich so, dass die Shout Out Louds im Zelt spielten. Und das Publikum wahnsinnig euphorisch jedes Lied abfeierte. Und dabei so heftig sprang, dass der Zeltboden auf und ab schwang. Aber nicht nur ein bitzli, sondern sicher einen halben Meter. Und wenn man nicht mitsprang oder versuchte, da die Masse mal wieder neben dem Takt sprang, gegen den Rhythmus der Meute zu hüpfen, war der Boden weg. Man hatte einfach nichts mehr unter den Füßen, während der Oberkörper zwischen den Mitmenschen klemmte. Lustig. Und dazu die weltbeste Sommermusik. Meiner Meinung nach machen die Shout Out Louds schon immer den besten Soundtrack für den Sommer. Schade dass das neue Album erst im September veröffentlicht wird. Denn die gespielten neuen Songs waren schon sehr vielversprechend.

Platz Zwei in meiner Liste hat meine Herzensband, die Broken Social Scene, erreicht. Leider war ihr Auftritt durch technische Probleme und ein paar unpassende Aktion im Publikum (Junggesellinenabschied, Pogo von betrunkenen Burschen) getrübt. Aber die Band spielte neue und vor allem viele ältere Lieder. Und es ist fein zu spüren, wie lebendig auch Songs, die schon lange auf der Welt sind, sich live anfühlen.

Platz Drei belegen Die Sterne. Sie spielten direkt vor den Shout Out Louds und machten fast genauso viel Spaß. Ich kann mich kaum an eine Zeit erinnern, als es die Band noch nicht gab. Aber trotz ihrer hundert Jahre langen Geschichte, erfinden sie sich immer wieder neu und machen auch live richtig viel Freude. Mein lieber Herr Gesangsverein.

Auf Platz Vier steht eine junge Frau mit großer Stimme und großer Gitarre, die mir bisher völlig unbekannt war. Es war ein wunderschönes Bild, die Julien Baker auf der Bühne im Birkenhain, mitten im Grünen, das Publikum sitzt vor der Bühne und lauscht gespannt. Und diese Frau singt mit viel Hingabe so düstere und traurige Lieder, dass man sie am liebsten sofort trösten möchte.

Das war es dann aber auch schon. Der Rest war entweder wenig beeindruckend bis unbedeutend oder ich habe die Auftritte verpasst. Denn den Samstag habe ich, nachdem ich mich beim Joggen um den See verlaufen hatte, hauptsächlich im Wald verbracht. Inmitten Unmengen an Mückenschwärmen. Und ich bin dort einem Wolf begegnet. Und das war wirklich beeindruckend.

Das Gut Aebersold und die Weide.

Liebeserklärung an den Gurten

So ein Gurten von der Haustür ist schon eine sehr feine Sache. Da kann man, so wie am Sonntag geschehen, nach einem gewittrigen Tag den trockenen Abend dort oben verbringen. Und den Ausblick, die Abendsonne und die vielen Tiere bewundern. Oder, so wie gestern passiert, nach Feierabend pünktlich zum Sonnenuntergang oben am Kulm sein und vom Bergglühen verzaubert werden. Um dann mit den letzten Sonnenstrahlen den Berg hinab zu düsen. Lieber Gurten, schön dass du da bist.

Kühe und Berge.

Der schönste Mai im Mittelland.

Der Ausblick heute um 6:23 Uhr und um 6:49 Uhr. #nebelsüppchen

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Der heutige Tag entwickelte sich nach heftigem Regen in der Nacht und einem nebeligen Morgen zum schönsten Tag des Wonnemonats.


Glücklicherweise konnte ich der schöne Maitag für einen Ausflug mit dem Bison genutzt werden. Es ging wieder ins Mittelland, diesmal in die idyllische Senseschlucht. Schön war es dort. Noch schöner, geradezu überragend, waren aber die Aussichten ins Oberland. In der Höhe hat es in den letzten Tagen noch einmal ordentlich Schnee gegeben. Und der Kontrast zwischen frischem Grün und blühenden Bäumen und Wiesen, den schneeweißen Berggipfel und dem blauem Himmel war einfach phänomenal. Augenzucker pur. Wunderwunderwunderschön. Ich bin ein bitzli verliebt in den Mai hier in Bern.

Kurze Pause unserer Fahrtechnik-Truppe.

Kurze Pause unserer Fahrtechnik-Truppe.

Letzten Samstag ergab sich die Möglichkeit, meine Fahrtechnik wieder aufzufrischen. Zusammen mit vielen netten Menschen beim AtupriFit-Bike-Tag. Hier gibt es einige Eindrücke davon. Es gibt Gerüchte dass ich auf einem Bild dort zu sehen wäre, aber da meine Kleidung komplett grau war, kann diese niemand bestätigen.

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