Herr B. und sein Leben

Das Bison auf dem Niederhorn.

Wie das Niederhorn erklommen wurde.

Im März war ich bereits einmal auf dem Niederhorn (1’950 Meter), damals mit Schneeschuhen. Weil das so eindrücklich war, musste der Gipfel eben auch mit dem Bison-Bike bezwungen werden. So machte ich mich gestern auf den Weg.

Am See in Thun.

Am See in Thun.

Rast in Heiligenschwendi.

Rast in Heiligenschwendi.

Gestartet wurde in Thun bei bestem Wetter. Nach wenigen Metern am See entlang ging es streng bergauf. Bei drückender Hitze. In Heiligenschwendi konnte man zum ersten Mal das Niederhorn sehen. Auf dem Foto oben sieht man die Antenne auf dem Gipfel als kleinen Strich.

Erste kleine Abfahrt.

Erste kleine Abfahrt.

Im Justistal unterhalb des Niederhorns.

Im Justistal unterhalb des Niederhorns.

Es folgte eine kleine erholsame Abfahrt, bevor die Kletterei weiter ging. Und wie. Irgendwann waren die Beine komplett leer. Als ich endlich oben war, hatte es sich leider zugezogen und der Wind frischte auf. Ich spürte aber vor allem die mehr als 1’800 Höhenmeter, die ich irgendwie aus meinem Körper gequetscht hatte.

Blick hinab ins Justistal.

Blick hinab ins Justistal.

Das Bison auf dem Niederhorn.

Das Bison auf dem Niederhorn.

Blick auf den Brienzersee.

Blick auf den Brienzersee.

Die Abfahrt machte die Ermattung nicht unbedingt einfacher. Im Gegenteil. Wobei der Pfad hinab eh meist nicht fahrbar war. Dafür ging es quer durch fast unberührte Natur und manchmal gaben die Wolken auch Ausblicke auf die Viertausender im Süden frei.

Kurze Verschnaufpause auf der Abfahrt.

Kurze Verschnaufpause auf der Abfahrt.

Viertausender zwischen den Wolken.

Viertausender zwischen den Wolken.

Sonne über Interlaken.

Sonne über Interlaken.

Neugierige Esel am Wegrand.

Neugierige Esel am Wegrand.

An der Stelle, wo die neugierige Esel nach Aufmerksamkeit verlangten, stand ich bereits vor drei Jahren beim Alpencrössli. Damals sind wir den angeblich gesperrten Weg hinab gefahren. Leider ist mir das erst später wieder eingefallen, als ich schon auf dem Umweg über die Strasse war. Wahrscheinlich wollten mir die Esel das mitteilen.

Faulenzende Kühe genießen die Aussicht.

Kühe und Regenbögen am Niesen

Idyllische Aussicht im Lauterbrunnental

Idyllische Aussicht im Lauterbrunnental

Letztes Wochenende gab es wieder einen Familienausflug auf den Niesen. Diesmal mit meinem Bruder und seiner Freundin und bei deutlich besserem Wetter als noch zu Pfingsten. Zunächst besichtigten wir die Trümmelbachfälle im Lauterbrunnental.

Auf dem Niesen hatten wir dann eine wunderbare Aussicht in alle Richtungen. Einfach phänomenal. Und auch wenn es sich dann ein wenig bewölkte und wohl in der näheren Umgebung regnete, bewältigten wir den nicht ganz einfachen Abstieg trockenen Fußes. Immerhin zauberte das Wetter so ein paar Regenbögen in die Luft, zusätzlich zu den schönen Ausblicken auf die umliegenden Berge.

Der Ausblick am Gantrisch mit Blumen verziert.

Die Gantrisch Königsroute (Extended Version).

Im Gantrisch-Gebiet gibt es eine offiziell ausgewiesene Königsroute (Weitere Infos). Einen Teil davon bin ich im April schon gefahren, allerdings in die falsche Richtung. So wurde aus dem flowigen Trail damals ein elendiger Anstieg. Deswegen war der Plan, diesen Trail irgendwann auch in die richtige Richtung zufahren.

Da das Gantrisch-Gebiet von hier aus in Sichtweite liegt, habe ich die Königsroute erweitert und bin an der Haustür gestartet. Zwar wusste ich, dass die 2’000 Höhenmeter und 80 Kilometer hart werden würden. Aber dass ich fünfeinhalb Stunden durchtreten musste, um noch vor Sonnenuntergang daheim anzukommen, war so nicht geplant. Bei der ersten Rast auf dem Ulmizer war aber die Welt noch in Ordnung.

Blick vom Ulmiz mit den Gantrisch-Bergen am Horizont.

Blick vom Ulmiz mit den Gantrisch-Bergen am Horizont.

Unterwegs traf ich in Riggisberg einen alten Bekannten. Wobei das Eselchen bei der letzten Begegnung noch längere Haare hatte. Aber an seiner Glocke war er gut zu erkennen.

Das Eselchen bei Riggisberg.

Das Eselchen bei Riggisberg.

Nach gefühlt endloser Kletterei hatte ich irgendwann die maximale Höhe von gut 1’600 Metern erreicht und war mittendrin in der Bergwelt. Der Anstieg verlief nur durch Wald, so war es durchaus befriedigend, irgendwann den Wald zu verlassen und endlich die Aussicht auf die Berge genießen zu können.

Der Ausblick am Gantrisch mit Blumen verziert.

Der Ausblick am Gantrisch mit Blumen verziert.

Das Bison wartet auf den Start am Trail.

Das Bison wartet auf den Start am Trail.

Der Trail Richtung zur Unteri Hällstett war dann viel zu schnell vorbei. Gefühlt zumindest. Wobei das aber auch etwas Gutes hatte, denn die Zeit drängte, die Sonne würde bald verschwinden und der Heimweg war noch lang.

Panorama Unteri Hällstett

Panorama Unteri Hällstett

Nur wurde der Heimweg schwieriger als gedacht. Ein kleiner Sturz führte dazu, dass ich nicht mehr alle Gänge schalten konnte. Für eine Reparatur war aber keine Zeit. Zudem waren die Trinkvorräte aufgebraucht. So quetschte ich auf den 35 Kilometern nach Hause meinen Körper aus, tankte Wasser am Brunnen und kam ohne Kraft, aber mit den letzten Sonnenstrahlen daheim an. Beim nächsten Mal fahr ich wohl besser ein bitzli früher los. Und schmeiss das Bison besser nicht mehr um.

Berner Altstadt von oben.

Bern von oben

Heute vor einer Woche konnte ich die schöne Bern-Stadt aus einer neuen Perspektive entdecken. Von oben, besser gesagt vom Münsterturm aus. Bei bestem Wetter boten sich von dort sehr schöne Ausblicke auf die Bern und Umgebung. Überhaupt war es ein wunderbarer Stadtspaziergang, wie man auf den Fotos hoffentlich sehen kann. Sogar Bären und Bernhardiner konnte… » Galerie anschauen

Der Rengglipass (1879m).

Die Bezwingung des Rengglipasses.


Gestern war Premiere, das Bison und ich haben allein unseren ersten Pass in der neuen Heimat bezwungen. Und das war sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Denn den Rengglipass (1879 Meter hoch, das ist Einsteins Geburtsjahr) kann man nicht komplett fahren. Nach dem Anstieg hinauf nach Aeschiried, der Fahrt durch das wunderbar idyllische Suldtal und dem Anstieg bis zur Mittelberg-Alm war Bisontragen angesagt. 300 Höhenmeter mussten mit Bike auf dem Rücken bewältigt werden. In der Tourbeschreibung wurde dies als happige Tragepassage bezeichnet. Nicht erwähnt wurde, welch nahezu unmenschliche Kraft aufgewendet werden muss, um kniehohe Stufen mit Bison und Rucksack auf dem Rücken zu erklimmen. Selten habe ich mich so schwach gefühlt. Vielleicht liegt es aber auch nur am Fitnesszustand meinerseits. Dafür gab es oben einen wunderbaren Ausblick. Und herrliche Ruhe, denn außer mir war so spät niemand oben am Pass. Die Abfahrt hinab nach Interlaken verlief meist auf einem Trail, teilweise sehr fordernd und von mir nur schiebend zu bewältigen, teilweise aber auch sehr fein zu fahren. Gegen halb sieben war ich dann in Interlaken, von wo es mit dem Zug zunächst nach Thun, dem Start der Tour, und dann weiter nach Hause ging. Ein sehr schöner Ausflug, trotz der happigen Tragepassage.

Fast noch besser als die Strava-Relive-Videos. Meine gestrige Tour im Überblick. ?#Rengglipass #relive

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PS: Ich habe es endlich geschafft, die Erinnerungen der letzten Wochen in Artikel zu packen. Siehe die drei vorherigen Artikel. Plus den Konzertbericht von The Builders and The Butchers in München drüben bei der Mainstage.

An der Bergstation Niesen.

Pfingstausflug auf den Niesen

Bei kühlem und wechselhaften Wetter machten wir am Pfingstsonntag einen Ausflug auf den Niesen. Im Regen stiegen wir von der Mittelstation hinauf. Zum Glück riss die Bewölkung danach auf und beim Abstieg konnten wir schöne Ausblicke Richtung Thun und hinab ins Kandertal genießen. Um nach einer langen Wanderung wieder im Regen am Fuß des Niesen… » Galerie anschauen

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