Herr B. und sein Leben

Kühe in der Abfahrt vom Fimberpass.

TransAlp Maloja, zweite Ausgabe

Das Wuschelrind wartet.

Das Wuschelrind wartet.

Sorry, das Wuschelrind wartet schon seit einigen Tagen auf die Bilder und den Bericht zur TransAlp Maloja. Der Zweiten. Vor fünf Jahren bin ich die schon einmal gefahren, damals noch mit dem Jabba. Und weil es so schön, aber auch weil wir damals nicht alle geplanten Trails fahren konnten, habe ich die Tour nochmals gemacht. Diesmal mit dem Bison.

Und eben, die Bilder (allesamt wunderschön, weil das Wetter einfach traumhaft war, zumindest für die Fotografie) und ein bitzli Text findet man hier.

Regenpause am Mountainbikeweg.

Ein Sonntagabend in den Bergen

Ein Esel ist draußen, der andere schaut schon aus dem Stall heraus.

Ein Esel ist draußen, der andere schaut schon aus dem Stall heraus.

Der lächelnde Esel.

Der lächelnde Esel.

Gestern zog es mich mal wieder Richtung Riggisberg, die Esel besuchen. Dort stand einer der Esel auf der Weide als ich ankam und es dauerte nicht lange, bis die anderen beiden auch aus dem Stall kamen. Ein paar Minuten später wurde ich belagert und angebettelt. Ich nutze die Pause neben der Eselfotographie für die weitere Tourplanung, denn eine Plan hatte ich mir nicht gemacht. Und da die Berge einladend aussahen und meine Beine sich noch gut anfühlten, machte ich mich auf Richtung Gurnigel. Dorthin, wo Anfang April noch meterhoher Schnee lag. Mit über 2’000 Höhenmetern in den Beinen, die mittlerweile nicht mehr so frisch, dafür von Krämpfen durchzogen, waren, kam ich oben an. Und konnte die Strapazen mit einer wunderschönen Aussicht im warmen Abendsonnenlicht ausgleichen. Aber nur unter Zeitdruck, denn irgendwie musste ich bis Sonnenuntergang den nächsten Bahnhof erreichen. Was mir dann auch knapp noch gelang.

Der Gantrisch in der Abendsonne.

Der Gantrisch in der Abendsonne.

Abfahrt der untergehenden Sonne entgegen.

Abfahrt der untergehenden Sonne entgegen.

In den letzten Wochen durfte ich einige musikalische Highlights erleben, deswegen wird es Zeit, endlich die Konzertagenda zu aktualisieren. Und ein paar Worte zu diesen Erlebnissen zu formulieren.

Gurtenfestival | Bern | 11.-14.07.18

Vor etwas mehr als einer Woche konnte ich das Gurtenfestival für mainstage.de besuchen, deswegen gibt es dort natürlich auch einen Bericht von mir.

Gurtenfestival | 11.-14.07.2018 | Bern, Schweiz

Es war eine schöne Zeit oben am Gurten, aber teils auch recht anstrengend. Weil das Publikum zum Teil anstrengend war. Ich habe das Gefühl, die Ignoranz der Konzertbesucher ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Da stehen Menschen vor der Bühne und unterhalten sich teilweise so laut, dass man die Musik kaum mehr wahrnehmen kann. Wenn die Band dann einen ihrer Hits spielt, geht man kurz mit, um dann wieder endlos zu quatschen, Selfies zu machen oder sich anderweitig die Zeit zu vertreiben. Was wie ein Witz klingt ist leider Realität, mehrmals habe ich dies so erlebt. Dazu kamen die vielen Glimmstängel-Abhängigen, die ihren Qualm unter den Menschen verteilen. In Sachen Tabakprävention ist die Schweiz leider noch sehr rückständig.

Aber eben, es hat auch viele schöne Momente. Und einige eindrückliche Auftritte. Für mich waren die Highlights Leoniden, Aurora und Prophets of Rage. Mehr dazu im Bericht auf mainstage.de. Die anderen Momente hatten weniger mit der Musik, als mit den Kühen oben am Gurten zu tun.

Die Gurten-Highländer und im Hintergrund das Gurtenfestival.

Die Gurten-Highländer und im Hintergrund das Gurtenfestival.

Foo Fighters | Stade de Suisse, Bern | 13.06.18

Ein weiteres musikalisches Highlight war das Foo Fighters-Konzert hier in Bern. Lang hatte ich gehadert, ob ich mir so ein Stadion-Konzert tatsächlich antun sollte. Aber eben, es sind halt die Foo Fighters, die weltbeste Rockband. Also kaufte ich mir für sehr viel Geld ein Ticket und reihte mich in die Menschenmenge im Stadion ein. Und bereute es nicht. Zwar gingen der Auftritte der Supportbands Wolf Alice und The Kills mehr oder weniger unter. Aber mit den ersten Takten von den Foo Fighters kämpfte ich mich nach vorn in den Moshpit und hatte dort eine sehr gute Zeit.

Stereofysh | Freudenzimmer, Berlin | 29.06.18

Und dann war ich noch in Berlin, denn der Stereofysh lud zum Konzert ein. Zwar ohne Moshpit, dafür aber mit Orchester auf der Bühne. Und mir fällt es echt schwer Worte zu finden, die beschreiben, wie wunderschön dieser Abend war. So schön war es, die Lieder vom Ohana-Album endlich live zu erleben. Und dann mit diesem grossartigen Orchester-Sound. Der allen Beteiligten vor und auf der Bühne sichtbar große Freude bereitete. So grandiose Momente, ähnlich wie damals beim prachtvollen Abend im Prachtwerk.

Das Bison am Gantrischseeli.

Tour zum Gantrischseeli

Am Sonntag schleppte ich meinen von der Pollenallergie geplagten Körper Richtung Alpen, um den dritten Geburtstag des Bisons endlich nachzuholen. Aus diesem Anlass wollte ich dem Bison endlich wieder ein bisschen Höhenluft zu Gemüte führen. Und so fuhren wir einfach mal der Gürbe entlang, 1’000 Höhenmeter hinauf, bis die Gürbe nur noch ein kleiner Wasserlauf… » Galerie anschauen

Die Schweizer Fahne weht auf dem Guggershörnli.

Vom Hörnli zum Horn

Letztes Wochenende hatte ich lieben Besuch aus dem großen Kanton. Solche Besuche sind immer eine gute Gelegenheit, um die neue Heimat ein bitzli besser kennenzulernen. So auch diesmal. Zunächst wanderten wir Richtung Voralpen, nämlich von Albligen nach Guggisberg. Zunächst ging es über grüne Wiesen und durch grüne Wälder hinab zur Sense und auf der anderen… » Galerie anschauen

Schwedische Musikwochen

Der Zufall hat dafür gesorgt, dass in dem Monat nach meinen Ferien in Schweden zwei meiner Lieblingsbands aus diesem Land Konzerte in der Schweiz spielten.

Shout Out Louds | KUFA, Lyss | 25.04.18

Mein letztes Konzert der Laut Raus Schreier ist noch nicht so lange her, das war im Oktober in Winterthur. Dieses in Lass war aber ziemlich gegensätzlich. Was wohl in erster Linie daran lag, dass es in Lass stattfand. Und an einem Mittwochabend sich offensichtlich nur wenige Menschen in die KUFA begeben. Zumindest an diesem Mittwochabend. Da zudem noch die Vorband krankheitsbedingt ausfiel, spielten die Laut Raus Schreier im kleinen Club der KUFA, vor ungefähr 60 bis 80 Besuchern. Von denen die meisten die Band vorher wohl noch nicht kannten. Zumindest wurde relativ wenig mitgesungen. Mit mehr als 15 Jahren Bühnenerfahrung machte der Band das alles aber nichts aus und sie spielten ihre wunderbaren Lieder wie gewohnt mit viel Freude. Und auch wenn das Publikum bis auf ein paar Ausnahmen recht zurückhaltend war, so war es doch ein feines Konzert. Und das kleinste Shout Out Louds-Konzert, das ich bisher erlebt habe.

No Fun At All + Not On Tour | Kiff, Aarau | 30.04.18

Sehr viel mehr Energie wurde dafür an dem Konzert in Aarau erzeugt. Alter Falter, das war eine ganz andere Kategorie, nicht nur bezüglich der Anzahl an Besuchern.

Not On Tour war die Vorband und hatten ein kleines Problem. Sie spielen sehr schnelle und wuchtige Punksongs, unter normalen Umständen zumindest. Nur mussten sie an diesem Abend ohne Drummer auskommen und kamen dementsprechend nervös auf die Bühne. Mit einem Kugelschreiber und einer Bierflasche in den Händen der Sängerin als Ersatz für den Schlagzeuger rockten sie ihre Songs dann zwar nicht so laut, aber trotzdem sehr energiegeladen und humorvoll in die Ohren der Konzertbesucher. Eine sicherlich spezielle, aber sehr lustige und sehr gute Darbietung. Das machte viel Spaß und die Nervosität in der Band verflog dann auch schnell wieder.

Danach also No Fun At All, ein Traum von mir, der sich endlich erfüllte. Vor vielen, vielen Jahren träumte ich mal bei einem NFAA-Konzert zu sein und es war so eindrücklich, dass ich dieses Erlebnis auch unbedingt in der Realität erfahren wollte. Aus diversen Gründen hat es aber nie geklappt, bis zu diesem Tag. Und auch wenn die Besetzung der Band mittlerweile eine andere ist, hat sich der Traum doch erfüllt. Denn es war dieses extrem druckvolle und energiegeladene Konzerterlebnis, von dem ich geträumt hatte. Und trotz all der Aggression genauso spaßig und freudebringend. Ganz gleich ob die alten Hits oder neue Songs gespielt wurden, die Band haute diese mit viel Wucht ins Publikum, wo sie gnadenlos und ohne Rücksicht auf Verluste abgefeiert wurden. Welch ein großer Spaß. Und dieser Ausflug in die Punkszene war obendrein sehr beruhigend. Denn viel hat sich dort in den letzten Jahren nicht geändert. Man geht zusammen ab, man feiert die Musik, man passt aufeinander auf, man trägt noch Bandshirts und das Erlebnis ist wichtiger als Videos oder Fotos. Deshalb sollte man Bands wie No Fun At All und ihre Fans immer ein bisschen im Herzen tragen.

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